Grundlagen der digitalen Bildbearbeitung

In diesem Artikel möchte ich euch einen kleinen Einblick in die Grundlagen der digitalen Bildbearbeitung geben. Ich zeige euch hier nicht wie Ihr Photoshop oder Illustrator bedient sondern werde euch die wirklichen Grundlagen etwas näherbringen.

Bei digitalen Bildern unterscheiden wir zwischen Rasterbildern und Vektorbildern. Rasterbilder bestehen aus so genannten Pixeln.

Pixel sind kleine Rechtecke oder Quadtrate die und die kleinste Einheit in einer digitalen Rastergrafik. Eine Rastergrafik besteht also aus vielen einzelnen Pixeln die verschiedene Farben und Transparenzen haben. Im Prinzip ist eine Rastergrafik wie ein ordentliches Mosaik aus Vierecken.
Ein Bild mit einer 25Pixel Auflösung kann also z.B. die Fläche von 5×5 Pixel haben.

Ein Vektorbild hingegen setzt sich rein aus mathematischen Formeln und grafischen Primitiven (Linien Kreise Polygone usw.) zusammen. Wenn du z.B. einen Kreis mit einer Vektorgrafik darstellen willst berechnet das Programm aus dem Radius den Kreis. Bei einer Pixelgrafik wäre der Kreis aus vielen kleinen Vierecken zusammengesetzt.

Doch warum gibt es Vektor und Pixelgrafiken? Worin bestehen die Unterschiede? Eigentlich ist das ganz einfach, eine Pixelgrafik kann man leider nicht so Groß machen wie man will. Ab einer bestimmten Skalierung wird das Bild einfach „verpixelt“. Vektorgrafiken hingegen kann man so groß machen wie man will und das ganz ohne Qualitätsverlust. Mit Vekrografiken wird man jedoch keinen Fotorealismus hinbekommen.

Unterschied zwischen Pixel und Vektorgrafik

 

Außerdem gibt es bei Rastergrafiken eine Auflösung, die angibt aus wie vielen Pixeln / Fläche das Bild besteht. Die Auflösung gibt man in dpi  (dots per inch – punkte pro zoll) an. Die 2 Hauptauflösungen sind 72 dpi und 300 dpi. 72 dpi nimmt man für alle Grafiken die für Monitore/Beamer/Web etc. bestimmt sind. 300 dpi für alle Bilder die in den Druck gehen.

 

Farbsysteme

In diesem Artikel möchte ich nur auf die 2 Haupt Farbsysteme RGB und CMYK eingehen. Es gibt zwar noch viele andere wie Pantone, HKS usw, jedoch sind diese primär nur in Sonderfällen  im Druck wichtig.

  • RGB = Rot Grün Blau ist für die elektronische Wiedergabe, also Monitor, Handy, Beamer etc. gefacht und ist ein so genantes additives Farbsystem d.h. alle Farben gemischt ergeben weiß.
  • CMYK Bilder= Cyan Magenta Yellow Key,wobei Key für Schwarz steht, sind für den Druck gedacht. CMYK ist ein so genanntes subtraktives Farbsystem, d.h. alle Farben gemischt ergeben schwarz.

Die Farbtiefe zeigt an, wie viele Abstufungen es in einem Bild gibt.

  • 1 Bit = 2 Abstufungen (Also nur Schwarz oder Weiß)
  • 2 Bit = 4 Abstufungen
  • 4 Bit = 16 Abstufungen
  • 8 Bit = 256 Abstufungen

8×3 = 24 Bit  (+ Alpha 8 Bit)

 

Dateiformate

Natürlich gibt es bei digitalen Bildern auch verschiedene Dateiformate. Dabei unterscheidet man zwischen unkomprimierten/uncodierten Containerformaten und komprimierten/codierten Containerformaten. Hier eine kleine Auflistung der wichtigsten Dateiformate.

unkomprimierten/uncodierte Containerformate

.raw (Rohdatenformat)
Ist ein Format für Digitalfotos (meist von digitalen Spiegelreflexkameras) die ohne Komprimierung & Bearbeitung durch die Kamera direkt auf das Speichermedium kopiert werden. Raw Dateien werden auch oft als „digitales Negativ“ bezeichnet.

.tiff (Tagged Image File Format)
Ein TIFF Bild ist unkomprimiert hat aber eine verlustfreie Komprimierung wie beim  ZIP Komprimierungsverfahren.

.psd (Photoshop Document)
PSD ist das standart Photoshop Dateiformat und natürlich auch unkomprimiert. Das besondere an PSD Dateien ist das es verschiedene Ebenen speichert.

komprimierte/codierte Containerformate

.jpg
JPG oder auch JPEG ist ein komprimiertes Dateiformat, JPG Bilder enthalten nur das Bild, also keine Ebenen etc. Das JPG Dateiformat ist besoders für Bilder mit vielen Farben, also Fotos geeignet.

.gif
GIF Bilder sind ebenfalls komprimiert und können ein einzelnes Bild oder eine Animation beinhalten. GIF Bilder haben max. 256 Farben pro Bild und sind deshalb besonders klein, führen aber auch schnell zu Qualitätsverlust.

.png (Portable Network Graphics)
Das PNG Format bietet eine verlustfreie Bildkompression (ähnlich wie bei TIFF Dateien) Das besondere an PNG’s ist das das Format  Transparenzen unterstützt. Leider haben ältere Browser, wie der Internet Explorer oft Probleme mit der Darstellung von Transparenzen in PNG Bildern. Dieses Problem kann man aber mit einem so genanten IE PNG fix umgehen.

 

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Überblick über die Welt der digitalen Bilder geben. Wie immer heißt es auch hier, wenn du Probleme hast oder etwas nicht verstehst, schreib doch einfach einen Kommentar.

Solltest du nur ein Paar Urlaubsfotos bearbeiten wollen, kann ich dir meinen Artikel über Fotobearbeitung ans Herz legen

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